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Qualitätsverbesserung an Gymnasien und Flexibilität zum Abitur

17.01.2017, Medienmitteilung

Die Landeselterninitiative für Bildung sieht in der Umfrage um eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium, die die G9-jetzt-Initiative in Auftrag gegeben hatte, die Gefahr, dass das Ergebnis ablenkt von der Notwendigkeit, an Gymnasien die Qualität von Unterricht und Lernen zu verbessern. Die Initiative vertritt die Auffassung, dass eine reine Verlängerung der Schulzeit bis zum Abitur an Gymnasien nicht automatisch zu besserer schulischer Bildung führt und den Schulerfolg abkoppelt von der sozialer Herkunft der Schülerinnen und Schüler. Die Gymnasien stünden wie die anderen Schulformen auch vor der Herausforderung, wegen zunehmender Heterogenität ihrer Schülerschaft mehr individuelle Förderung zu gewährleisten und die Schul- und Unterrichtsgestaltung an den Lernvoraussetzungen und Lernprozessen der Schülerinnen und Schüler zu orientieren, die zu ihnen kommen; und um die sie ja auch werben. Dazu müsse die Regierung überhaupt mal ihre im Koalitionsvertrag bekundete Absicht, für die Personalzumessung der Gymnasien eine Klassengröße von 25 in den Stufen 5 und 6 sowie eine Größe von 27 in den Stufen 7 bis 9 anzustreben, auch durchgängig in die Tat umsetzen. Das bringe den Gymnasien mehr Lehrer. Zudem sollten durchgängig Schulleitungen sowie Lehrkräften eine systematische, modular aufgebaute Fortbildung für begabungsgerechten Unterricht absolvieren.

Die Landeselterninitiative für Bildung wiederholt ihre Forderung, dass die Landesregierung in Diskussionen vor Ort mit Lehrern, Schülern und Eltern ausloten sollte, ob die Entwicklung, dass Gemeinschaftsschulen mit Gymnasien in der Oberstufe kooperieren werden, auch den Gymnasien mehr Zeitflexibilität bis zum Abitur eröffnen könnte. Kooperationsmodelle müssen die Schulen nämlich gerade entwickeln.